Wenn ich könnte, dann würde ich.

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Donnerstag, 14. September 2017

Man beschäftigt sich meiner Meinung nach viel zu oft mit dem kleinen Miesepeterwörtchen "wenn". Und viel zu oft steht man vor der Aussage "wenn ich könnte, dann würde ich". Aber warum kann man nicht? Was hält einen davon ab, das zu können, was man schon lange so gerne tun würde? Warum fängt man nicht einfach an, zu können, statt sich zu wünschen?

Ich meine, gut. Streng genommen trifft das nicht jeden Fall. Wenn man zum Beispiel sagt "wenn ich fliegen könnte, dann.." oder "wenn ich unsichtbar wäre, dann.." dann wird es wahrscheinlich auch immer nur bei diesem Wunschreden bleiben. Denn von alleine fliegen kann niemand, Menschen haben nun mal keine Flügel. Und auch wenn jeder in gewissen Situationen zu gerne einfach mal verschwinden und sich in Luft auflösen würde, liegt es nun doch auf der Hand, dass man leider Gottes sichtbarer als alles andere auf dieser Welt ist.
Aber was ist, wenn dieses Wunschreden realistisch wird und die Verwirklichung eigentlich direkt vor den eigenen Füßen liegt? Wenn man sich wünscht, erfolgreicher zu sein, oder in irgendeinem Gebiet besser zu sein, als man es ist. Wenn man sich wünscht, sich in seinem Körper wohler zu fühlen oder seinen inneren Schweinehund endlich zu besiegen. Wenn man sich wünscht, die ganze Welt zu bereisen oder im Ausland zu leben. Oder oder oder.
"Der Weg ist das Ziel"
Vielleicht liegt der Sinn des Tages nicht darin, Erfolg zu haben, sondern darin, immerhin versucht zu haben, zum Erfolg zu kommen. Ich meine, wie heißt es so schön? Der Weg ist das Ziel. Und ob du diesen Weg gehst oder lieber am selben unglücklichen Fleck stehen bleibst und im ewigen "was wäre, wenn" schwebst, das entscheidest du ganz alleine. Alles, was du brauchst ist Wille und Mut. Und im Optimalfall ein Sack voller Energie, denn niemand hat gesagt, dass dieser Weg weich und angenehm wird.
So wie Xavier Naidoo "dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer" singt, so glaube ich ebenfalls, dass es kein Kinderspiel ist, seinen Traum zu verwirklichen. Durch ein bloßes Fingerschnippen ist noch kein Mensch dieser Welt ins Ziel gerannt. Aber wenn man es schafft, diese Steine aus dem Weg zu räumen und sich durch den bitteren Sturm kämpft, der durchaus auftreten kann, dann steht einem am Ende nichts mehr im Weg.
Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich glaube daran, dass alles möglich ist. Zumindest fast alles. Dass man so vieles erreichen kann, wenn man es wirklich möchte, wenn man wirklich dahinter steht und an sich selbst glaubt. Man muss nur bereit sein, aufzustehen und anzufangen. Man muss bereit sein, für sein Glück und seinen Erfolg zu kämpfen und wirklich etwas dafür zu tun. Denn einfach an der Tür klopfen und einen unerwartet überraschen wird es niemals.
Du bist nie zu alt, um etwas zu beginnen. Um einer Leidenschaft nachzugehen. Um aus einer kleinen Glut ein Feuer zu entfachen. Du kannst anfangen. Jetzt sofort, wenn du bereit bist.

2 Kommentare:

Am/um 14. September 2017 um 04:25 , Blogger Jackson Steiner meinte...

Hi
Wirklich sehr inspirierend!! Ich als 15 jähriger Mensch hab viele Wenns in meinem Leben, die größten sind unter anderem: Wenn ich 18 bin.../Wenn ich mit der Schule fertig bin... Bedauerlicherweise sind meine Möglichkeiten noch sehr Begrenzt, da ich unter der Obhut meiner Eltern lebe und diese natürlich die Aufsichtspflicht haben. Aber neben diesen "großen Wenns" gibt es gleichermaßen ebenfalls "kleine Wenns" beispielsweise Wenn ich mich heute mit Freunden träfe... ich als eher unsoziale Person, die ihre Nachmittage eigentlich mit Netflix verbringt ist das eine Veränderung, etwas positives neues und das mag ich. Es ist ein kleiner Schritt, eine kleine Überwindung vielleicht, aber nachdem man das Wenn in Wirklichkeit umgewandelt hat, fühlt man sich gut.
Das meine Gedanken dazu so
Lg Jack

 
Am/um 14. September 2017 um 22:06 , Anonymous Kai-Jana meinte...

Ich Stimme dir eigentlich in jedem Punkt über ein, aber ich kann auch aus eigener Erfahrung sprechen, dass einem auch oft einfach die Faulheit im Weg steht. Man möchte zum Beispiel abnehmen und sich wohl fühlen, ist aber zu faul, um Sport zu machen, nicht diszipliniert genug, um sich an gesunde Ernährung zu halten... Man redet sich zB. ein, dass man es ja eh nicht schafft, so lange, bis man es tatsächlich glaubt. Dabei ist das alles reiner Quatsch! Wie du schon sagst, kann man fast alles schaffen, wenn man es nur will.
Man muss einfach nur mal diesen gemeinen Schweinehund besiegen, und wenn das passiert ist, geht vieles auch wie von alleine.
Momentan versuche ich extrovertierter aufzutreten, als ich bin. Ich bin nicht schüchtern, ich habe nur ein sehr geringes Selbstbewusstsein und größere Menschenansammlungen sind für mich ein Graus. Aber ich versuche mir Selbstbewusstsein anzutrainieren. Und es geht tatsächlich vorwärts! Langsam, aber vorwärts. Ich traue mich heute mehr auf fremde Leute zuzugehen und meine Meinung zu vertreten, als noch vor ein paar Jahren. Das ist ein verdammt gutes Gefühl :)
So, Ich bin glaub ich zwischendurch sehr abgeschweift, aber das waren mal so meine Gedanken zu deinem Blogpost.
LG Kai-Jana

 

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